Drohendes Aus für die Lesbisch-Schwulen ALTERnativen!

Es dürfte kein Geheimnis mehr sein, dass die Stadt Köln Haushaltskürzungen vorsieht. Im Rahmen dieser Maßnahmen hat die Verwaltung dem Rat u.a. den Vorschlag unterbreitet, die offene Seniorenarbeit um 500.000 Euro zu kürzen, was fast der Hälfte dieses Etats entsprechen würde. Dies hätte drastische Folgen für die offene Seniorenarbeit und die Seniorenberatung Kölns. Nicht zuletzt seit einem Interview mit der Sozialdezernentin Marlies Bredehorst in der Juni-Ausgabe der rik wissen wir, dass auch die lesbisch-schwulen ALTERnativen von diesen Kürzungen betroffen sein werden. Auch wenn Bredehorst dies bedauern würde, es könnte sogar zur Einstellung der lesbisch-schwulen Seniorenarbeit kommen.
Gemeinsam mit den SeniorennetzwerkerInnen im Paritätischen Wohlfahrtsverband und anderen Organisationen der offenen Seniorenarbeit sind wir im RUBICON überzeugt davon, dass Köln nicht auf seine Seniorennetzwerke verzichten darf. Damit ältere Menschen leben und ggf. sogar sterben können, dort wo sie hingehören, benötigt es altersgerechter Veedel. Neben einer entsprechenden Infrastruktur der Versorgung bedarf es dafür auch Strukturen, in denen sich diese Menschen aktiv einbringen und ihr Altern selbst gestalten können.
Aus genannten Gründen kämpfen wir für den Erhalt der offenen Seniorenarbeit. Darüber hinaus kämpfen wir natürlich verstärkt für die lesbisch-schwule Seniorenarbeit. Lesben und Schwule in Deutschland haben eine eigene, oft traurige Geschichte. Eine Kriminalisierung, wie auch patriarchiale und religiös geprägte Gesellschaftsstrukturen führten bis weit in die 1990er Jahre zu einem Klima der Verfolgung und der Diskriminierung. Les-ben und Schwule konnten – wenn überhaupt – nur unter sehr widrigen Bedingungen ihre Identität offen leben. In Gesprächen und Berichten zeigt sich immer wieder, diese Menschen können ihre Erfahrungen nicht einfach abstreifen. Sie brauchen einen Schutzraum, in dem sie sein können wie sie sind.
Es ist eine Errungenschaft der Stadt Köln, dass sie dies erkannt hat und dass sie vor fünf Jahren die lesbisch-schwule Seniorenarbeit institutionalisiert auf den Weg brachte. Damit hat Köln eine Vorreiterrolle über die Grenzen Deutschlands hinaus eingenommen. Eine Rolle, von der sie sich nun zu verabschieden droht!!!

Schriftgröße

+ Schrift größer
- Schrift kleiner
  zurücksetzen

Aktuelles

Romantik-Tour Sayn

Ausflug der Golden Gays nach Sayn mit Besuch des Garten der Schmetterlinge und vieles mehr.
Samstag den 11. September 2010
mehr dazu >

Aufklaerung und Aufregung - 50 Jahre Schwule und Lesben in der BRAVO

Ausstellung des Centrum Schwule Geschichte (CSG) in der Christuskirche. 27. August bis 20. Oktober, Mittwochs bis Samstags 15-20 Uhr. Eintritt frei.
mehr dazu >

Drohendes Aus für die Lesbisch-Schwulen ALTERnativen!

Im Rahmen der Kürzungen in der offenen SeniorInnenarbeit könnten auch die Lesbischen- und Schwulen ALTERnativen eingestellt werden. Damit würde Köln sich von einer bundesweiten Vorreiterrolle verabschieden.
mehr dazu >

Aktion "Gebt den Kuerzungen Euer Gesicht "

Gebt den Kuerzungen Euer Gesicht und helft mit, die offene-, wie auch die lesbsich-schwule SeniorInnenarbeit zu erhalten.
mehr dazu >